[REVIEW] Cassandra Clare - Clockwork Angel

Sonntag, 31. Juli 2011


Erscheinungsjahr: 2011
Originaltitel: Clockwork Angel
Verlag: Arena
Preis: 18,99€
Seiten: 576
Notes: Teil 1 der Chroniken der Schattenjäger
Clockwork Angel bei Amazon

London, 1878. Die sechzehnjährige Tessa sollte sich eigentlich darauf konzentrieren, ihren verschwundenen Bruder zu suchen – und nicht, sich in zwei Jungen gleichzeitig zu verlieben. Während in Londons Straßen nach Einbruch der Dunkelheit finstere Kreaturen umherschleichen, verstrickt Tessa sich immer stärker in ein gefährliches Liebesgeflecht. Und schon bald braucht sie all ihre Kräfte, um nicht nur ihren Bruder zu retten, sondern auch ihr eigenes Leben.

Als Tessa von den Vereinigten Staaten aus nach England reist, drehen sich ihre Gedanken einzig und allein um ihren Bruder Nathaniel, den sie schon eine ganze Weile nicht mehr gesehen hat und bei dem sie von nun an leben soll, ist ihre Tante, die auch Nate aufgezogen hat, doch erst kürzlich gestorben. Doch kaum hat sie das Schiff verlassen, das sie nach London gebracht hat, kommt alles ganz anders. Vorgeblich im Auftrag ihres Bruders wird sie von zwei mysteriösen älteren Damen – Mrs. Dark und Mrs. Black – abgeholt und anschließend in deren Haus festgehalten.

Unter der Anleitung von Black und Dark soll sie ihre Fähigkeit entfalten. Eine Fähigkeit von der Tessa bis dahin keine Ahnung hatte. Und obgleich sie sich zunächst weigert und fest daran glaubt, keine übersinnlichen Fähigkeiten zu haben, muss sie bald doch feststellen, dass sie falsch liegt. Denn ihre Gabe gibt ihr die Möglichkeit, in die Gestalt eines jeden Menschen zu schlüpfen, ob tot oder lebendig.

Als man ihr dann jedoch verkündet, dass am Abend ihr zukünftiger Ehemann eintreffen soll, ein überaus dubioses Individuum, plant sie ihre Flucht. Aber ehe sie ihren Plan in die Tat umsetzen kann, stolpert jemand buchstäblich in ihre Gefängniszelle, ihr Zimmer hinein. Will Herondale. Kein geringerer als ein Schattenjäger, der die alten Damen als Hexen bezeichnet und mit dessen Hilfe und der Hilfe seiner Verbündeten, Tessa die Flucht gelingt.

Als Tessa bald darauf aus ihrer Bewusstlosigkeit erwacht, findet sie sich im Institut wieder. Im Institut der Londoner Schattenjäger, die schon seit Ewigkeiten die Menschheit vor den Schattenweltlern – Vampiren, Werwölfen und ähnliches – beschützen. Und eben dort lernt sie dann auch Jessamine, Jem und die Leiter des Instituts, Charlotte und Henry kennen. Während Jessamine zwar eine Schattenjägerin ist, dies aber standhaft verleugnet und sich weigert, für den Kampf zu trainieren, scheint es Will als eine Art Berufung zu sehen.

Jem hingegen könnte sich als bester Freund von Will und Kampfpartner, kaum mehr von ihm unterscheiden. Denn während Will pausenlos tut, wonach ihm ist, sagt, was niemand hören will und mit seinem schwarzen Haar und den blauen Augen reihenweise Frauenköpfe verdreht, ist Jem nicht nur äußerlich mit seinem beinahe weißen Haar und den ebenso hellen Augen das ultimative Gegenteil. Nein, anders als Will ist Jem auch todkrank und fristet sein verbliebenes Leben mit der Einnahme von giftigem Dämonenblut. Und dennoch verliebt Tessa sich in alle beide.

Doch während Tessa noch mit ihren Gefühlen zu kämpfen hat, kommt die Gefahr immer näher. Denn ihr Bruder Nate wurde von einem Vampir gefangen genommen und soll nun als Snack bei einer Blutsaugerparty herhalten. Und nicht nur das. Überdies stellt irgendjemand mit finsteren Absichten eine Klockwerk-Armee zusammen, eine Armee aus mechanischen Menschen, für die der mysteriöse Jemand auch tötet, nur um seine Maschinen wie Menschen aussehen zu lassen. Fragt sich nur, ob Tessa nicht nur ihr Gefühlschaos in den Griff bekommen, sondern auch ihren Bruder retten und die Klockwerk-Armee besiegen kann …

Da wären wir dann also. Nachdem ich es einfach nicht so ganz hinbekommen habe, die englische Originalversion dieses Buches zu lesen, musste ich am Samstag während meines Besuchs in der Bibliothek einfach zuschlagen, als ich dort die deutsche Ausgabe entdeckt habe. Seit gestern Mittag habe ich also durch gelesen – und das mit größtem Spaß. Nicht nur, dass ich die Bücher von Cassandra Clare allmählich wirklich vermisst habe. Nein, auch die versteckten Hinweise auf die Zukunft – die ja in den Chroniken der Unterwelt erzählt wird – machten das Lesen zu etwas ganz Besonderem.

Will und Jem sind derart unterschiedliche, wie faszinierende Charaktere, dass ich Tessas Zwist nur zu gut verstehen kann. Als Auftakt einer weiteren Buchreihe lässt Clockwork Angel auf etwas ganz Großes und Einzigartiges hoffen. Aus diesem Grunde volle Punktzahl für den ersten Teil der Chroniken der Schattenjäger.


[BOOK NEWS] Josh Bazell - Einmal durch die Hölle und zurück

Samstag, 30. Juli 2011

So wird es aussehen - das neue Buch von Josh Bazell. Mit Einmal durch die Hölle und zurück geht die - von mir wirklich über alle Maßen geliebte - Geschichte um Mafiakiller/Arzt Pietro Brwna beziehungsweise heute wohl eher Peter Brown in die zweite Runde. Eine Tatsache, die mir heute zweifelsohne den Tag gerettet hat. 
Kurzum: haltet ab folgendem Datum unbedingt nach Josh Bazells neuestem Werk Ausschau:

9. September 2011

[Hörbuchregal] Aufbau/#5 Juli 2011

Der Countdown läuft. Da ich am Montag meine Ausbildung anfange, weiß ich leider nicht so ganz, wie oft ich dann noch zum Bloggen komme. Von daher hier also vielleicht erst einmal der letzte Hörbuchnachschub:
  1. Meteor von Dan Brown - fehlte mir noch in meiner Brown-Sammlung.
  2. Evermore: Das Schattenland von Alyson Noel - Teil 3 der Evermore-Reihe. Und das, wo ich bisher noch nicht einmal Teil 1 und 2 angehört habe. Typisch! ;)
  3. Totgeglaubte leben länger von Kathy Reichs - Teil 8 der Tempe Brennan-Reihe. Ich bin gespannt.
  4. James Bond: Casino Royale von Ian Fleming - James Bond - what else?

[Reingehört] Josh Bazell - Schneller als der Tod

Samstag, 23. Juli 2011

Erscheinungsjahr: 2011
Originaltitel: Beat the Reaper
Verlag: der Hörverlag
Preis: 9,95€
CDs: 6
Sprecherin: Christoph Maria Herbst
Schneller als der Tod bei Amazon

Pietro Brnwa ist clever, skrupellos und war, bis er ausstieg, ein Killer für die Mafia. Er ist der letzte Mensch, den man als behandelnden Arzt im Krankenhaus treffen möchte. Dr. Peter Brown ist Assistenzarzt. Er hat Talent, eine höllenmäßige Nachtschicht in Manhattans berüchtigtstem Krankenhaus und eine Vergangenheit, die er lieber geheim hält. Bis einer der alten Mafiabosse eingeliefert wird, der einen komischen Gedanken hat: dass Peter Brown und Pietro Brnwa möglicherweise ein- und dieselbe Person sind...

Nun, was soll ich hierzu noch groß sagen? Eigentlich bin ich ja der Meinung, dass meine Rezension zum Buch, das hier vertont wurde, mehr als gut in Worte fasst, was ich von Pietro Brwna halte. Das einzige, was wirklich noch zu erwähnen bliebe, ist, dass man als Sprecher niemand besseren hätte finden können, als Christoph Maria Herbst, der Pietro mit seinem trockenen Sarkasmus ganz einfach aus dem Herzen spricht. Einfach großartig!

Leihen? Aber GANZ sicher!
Kaufen? Unbedingt!


[Hörbuchregal] Aufbau/#4 Juli 2011

Donnerstag, 21. Juli 2011

Und hier dann also Nummer 4, was den Nachschub für mein Hörbuchregal angeht. Und dieses Mal steht dieser Nachschub ganz im Namen von Alyson Noel und ihrer Fantasy-Buchreihe "Evermore".
  1. Evermore: Die Unsterblichen von Alyson Noel - Teil 1 der Evermore-Reihe. 
  2. Evermore: Der blaue Mond ebenfalls von Alyson Noel - Teil 2 der Evermore-Reihe.
  3. Schneller als der Tod von Josh Bazell - eeeeeeeeeeeeeeeeendlich besitze ich also auch die Lesung meines absoluten Lieblingsbuches im Thriller-Bereich. :)
Was die Evermore-Reihe angeht, so hat diese bisher sechs Teile, wobei der letzte Band allerdings bis jetzt noch nicht in Deutsch erschienen und daher auch noch nicht vertont worden ist.
Zwar weiß ich noch nicht so recht, wann ich dazu komme, mir die insgesamt acht CDs anzuhören - aber ihr dürft sicher sein, dass mein Review nach dem Reinhören nicht sehr lange auf sich warten lassen wird.

[Hörbuchregal] Aufbau/#3 Juli 2011

Dienstag, 19. Juli 2011

Und schon wieder gibt es Nachschub für die werten Ohren. Heute auch schon am frühen Mittag, wie man schön sehen kann. Was das angeht, geht doch einfach nichts über Ferien ... Aber lassen wir das - hier also die neuen Hörbücher für mein Regal:
  1. Nicht tot genug von Peter James - Teil 3 der Roy Grace-Reihe und damit im Moment recht hoch im Kurs bei mir, das steht wohl fest. ;)
  2. Vergebung von Stieg Larsson - Teil 3 der Millennium-Trilogie. Aber irgendwo muss man ja anfangen, oder?

[Hörbuchregal] Aufbau/#2 Juli 2011

Donnerstag, 14. Juli 2011

Keine zwei Wochen sind seit meinem letzten Hörbuchregal-Update vergangen, und schon gibt es wieder Neues - um genau zu sein gleich fünf neue Hörbücher an der Zahl, die da wären:
  1. Illuminati von Dan Brown - MUSS man haben ... denke ich zumindest.
  2. Das Buch ohne Staben von Anonymus - endlich Teil 2 der Reihe rund um The Bourbon Kid und Sanchez, den Barmann aus Santa Mondega. Ich kann's ja kaum erwarten, endlich reinzuhören!
  3. Hals über Kopf von Kathy Reichs - Teil 9 der Buchreihe rund um Dr. Temperance Brennan, die wiederum als Vorlage für die Serie Bones: Die Knochenjägerin diente. Und noch dazu eine Autorenpremiere für mich. Ich bin gespannt!
  4. Und morgen in das kühle Grab von Mary Higgins Clark - das zweite Werk der Lady unter den Autorinnen. Mal sehen, wie es mir gefallen wird.
  5. Und morgen bist du tot von Peter James - Teil 5 der Roy Grace-Reihe. Mal sehen ...

[REVIEW] Riana O'Donnell - Ruf der Dämmerung

Erscheinungsjahr: 2009
Verlag: Bastei Lübbe (Boje)
Preis: 17,95 €
Seiten: 415
Ruf der Dämmerung bei Amazon

Ein unergründlicher See. Eine uralte Legende aus vergangener Zeit. Ein Junge mit fahlblondem Haar und Augen, so blau wie die Dämmerung. Seit Viola nach Irland, in die Heimat ihres Vaters, gezogen ist, hat sich ihr Leben von Grund auf verändert. Sie liebt die raue Landschaft und die Menschen. Doch niemals hätte sie damit gerechnet, dass ihre Gefühle ausgerechnet von einem Jungen wie Ahi erwidert werden. Ahi ist schön und rätselhaft. Doch ihn umgibt ein Geheimnis: Er ist ein Wassergeist. Seit jeher lebt sein Volk von der Lebensenergie der Menschen. Immer tiefer gerät Viola in den Sog dieser unmöglichen, verbotenen Liebe, einer Liebe, die sie in tödliche Gefahr bringt ...

Viola ist fünfzehn und mehr oder weniger dazu gezwungen, für ein Jahr zu ihrem Vater nach Irland zu ziehen – und zu dessen neuer Frau. Und das alles nur, weil ihre Mutter für zwölf Monate in die Vereinigten Staaten muss. Also bricht Viola in Deutschland – genauer gesagt in Braunschweig – alle Zelte ab und bricht nach Irland auf.

Dort angekommen, findet sie sich irgendwo im Nirgendwo wieder, will heißen, sie soll mit ihrem Vater, dessen schwangerer Frau und deren Vater auf einem Campingplatz nahe eines Sees leben, mit Ponys, recht viel Arbeit und bisweilen reichlich mangelhafter Internetverbindung, was der computerbegeisterten Viola natürlich zu schaffen macht, da sie ihrer besten Freundin Katja in Deutschland unbedingt berichten möchte, wie furchtbar alles ist – angefangen von ihrer neuen Stiefmutter, die ihren Vater derart vereinnahmt, dass er kaum Zeit für sie hat, ihrem mürrischen Stief-Großvater Bill bis hin zu der Abgeschiedenheit des Campingplatzes.

Aber wie nicht anders zu erwarten, findet sie dann doch bald Anschluss – inklusive eines Jungens namens Ahi, den keiner in der Umgebung kennt, geschweige denn jemanden wie ihn je gesehen zu haben. Dass dieser junge Mann als absolut perfekt beschrieben wird, mit langem, hellblonden Haar und schräg stehenden Augen … nun ja, das kann man wohl als Geschmackssache einstufen.

Natürlich verliebt Viola sich in Blondie und findet dann – seeeeeehr lange nach den begriffsstutzigsten Lesern, so viel steht für mich eindeutig fest – heraus, dass ihr Angebeteter ein Kelpie ist. Ein Kelpie, eine irische Sagenfigur, die sowohl in Menschengestalt als auch als Pferd in Erscheinung treten kann. Als Pferd im Falle einer Jagd, die sich so vollzieht, dass die Kelpies für die Menschen in ihrer Nähe wie herrenlose Pferde aussehen. Der unschuldige Mensch besteigt das Pferd und wird daraufhin mit in den See genommen, wo die Kelpie ihn seiner Lebenskraft berauben, was den Tod zur Folge hat.

Als Viola das dann also erst einmal herausfindet, ist sie wenig erbaut und beschließt kurzerhand, Ahi bei sich zu behalten, was heißt, dass er als Mensch leben soll – was er auch kann, so lange Viola ihm genug Lebensenergie abgeben kann. Selbstverständlich geht das nicht lange gut.

Um es kurz zu machen: Das einzig Gute am Buch war zweifelsohne das Nichtvorhandensein eines Happy Ends und die Tatsache, dass Viola nach Deutschland zurückkehrt. Es war wahrhaft qualvoll, diese 415 Seiten hinter mich zu bringen, da I-Aah, oh pardon, ich meine natürlich Ahi – wie komme ich nur immer wieder auf Winnie Puuhs Kumpel? – pausenlos vom Singen redet und dabei keinesfalls so attraktiv und unwiderstehlich rüberkommt, wie Riana O’Connell oder besser Christiane Grohl es gerne hätte. Im Ernst, wäre da nicht sein Aussehen gewesen, hätte der Gute sich bei mir spätestens dann ins Aus katapultiert.

Des Weiteren ist Viola auch nicht gerade besonders sympathisch, da sie zu Beginn pausenlos alles mit Computerspielen vergleicht, immer wieder darauf zurückkommt, dass sie mehr Zeit im Internet braucht, als ihre Stiefmutter ihr gestatten möchte und noch dazu ziemlich unlogisch auf den Grund für die Trennung ihrer Eltern reagiert, die ja erst Monate zurückliegt. Das Mädchen ist 15 Jahre alt und allein schon deshalb ist es ja mehr als unwahrscheinlich, dass Viola sich gar nicht besonders daran stört, dass sie jetzt mit der Frau unter einem Dach leben muss, die die Schuld an der Trennung ihrer Eltern trägt.

Trotz der zugegebenermaßen wirklich deprimierend öden, eintönigen und zum Teil auch nervigen Geschichte, haben die Landschaftsbeschreibungen, der Einblick in das irische Schulsystem und die Mythenwelt der Iren mir wirklich gut gefallen. Das heißt also, dass meine Schlussbewertung wie folgt aussieht:  


[REVIEW] Lisa McMann - Wake

Mittwoch, 6. Juli 2011


Erscheinungsjahr: 2009
Verlag: Boje
Preis: 15,95€
Seiten: 223
Notes: Teil 1 der Wake-Trilogie
WAKE bei Amazon

Träume, in denen man nackt durch die Stadt geht? Aus einem Hochhaus stürzt? Die hübsche Nachbarin küsst? Das hat die 17-jährige Janie alles schon erlebt doch nicht in ihren eigenen Träumen. Nein, in den Träumen Fremder. Wann immer jemand in ihrer Umgebung einschläft, kann sie seine Träume sehen. Nur kann sie niemandem davon erzählen, niemand würde ihr glauben. Und so lebt sie mit einer Gabe, die sie nicht will und die sie nicht kontrollieren kann. Bis sie in einen Albtraum gezogen wird, der ihr das Blut in den Adern gefrieren lässt. Zum ersten Mal ist Janie nicht nur Zuschauerin in einem Traum. Sie ist mittendrin ...

Schon seit Janie ein kleines Mädchen ist, hat sie eine Gabe - kann in die Träume anderer eintauchen. Oder wird einfach mit hineingerissen, um genau zu sein. Deshalb ist es auch nicht gerade verwunderlich, dass sie ihre Gabe als Fluch sieht - wer will denn auch schon wissen, was der Streber, der in der Schule hinter einem sitzt, so träumt? Janie will das jedenfalls nicht wissen. Doch sie kann es nun einmal nicht ändern.

Als sie eines Tages auf dem Weg nachhause im Auto in einen Traum hineingerissen wird, lässt sich dieser nur als absoluter Albtraum bezeichnen. Ein Monster, das Carl mit Benzin übergießt und anzündet. Ja, Carl. Der Junge, der sie vor einiger Zeit nachhause gebracht hat. Carl, der kurz darauf für längere Zeit nicht in der Schule war und später dann mit einem teuren Auto und Gerüchten darüber, dass er Drogen verkauft, wiederkam.

Aber auch der Carl, dem Janie bald darauf näher kommt, ja, in den sie sich verliebt. Doch Carl ist - genau wie Janie - nicht, der, der er zu sein scheint. Auch er hütet ein Geheimnis. Oder sogar zwei. Immerhin arbeitet er nicht nur undercover an Janies Schule, sondern wurde auch von seinem Vater mit Benzin übergossen und angezündet. In den Träumen, die er seitdem hat, sind ihre Rollen vertauscht - Carl zündet seinen Vater an. Aber ehe Janie das alles verarbeiten kann, steht eine große Razzia bevor ...

Zu allererst - ich frage mich gerade ernsthaft, warum ich dieses Buch ganz gelesen habe. Denn es war einfach nur grottig. Dies kurzen Sätze, Sichtwechsel, Uhrzeiten und völlig bescheuerten Handlungsstränge sind wirklich schon fast verboten furchtbar. 223 Seiten pure Zeitverschwendung mit einem Fantasybuch, das selbst für dieses Genre keinerlei nachvollziehbare Grundlagen bietet. Stumpfsinnig, langweilig und ... total geeignet für vollpubertäre Teenager mit Hormonüberschuss. Nacht ganz das, was ich mir gewünscht hätte. Ganz und gar nicht. Aber dennoch bin ich gnädig genug für eine Bewertung von ...


[Reingehört] Tess Gerritsen - Die Chirurgin

Sonntag, 3. Juli 2011

Erscheinungsjahr: 2006
Originaltitel: The Surgeon
Verlag: Random House Audio
Preis: nicht mehr lieferbar/Neuauflage: 9, 95 €, gelesen von Claudia Michelsen
CDs: 4
Sprecher/in: Michael Hansonis
Die Chirurgin bei Amazon

In Boston dringt ein Unbekannter nachts in die Wohnungen von alleinstehenden Frauen ein, unterzieht sie einem gynäkologischen Eingriff und tötet sie. Die einzige Spur führt Detective Thomas Moore und Inspector Jane Rizzoli zu der jungen Chirurgin Catherine Cordell, die drei Jahre zuvor nach ähnlichem Muster überfallen wurde, den Täter aber in Notwehr erschoss. Und bald wird klar, dass Catherine erneut zur Zielscheibe eines psychopathischen Mörders geworden ist …

Detective Thomas Moore, ein Mann, der den Tod seiner Frau noch immer nicht überwunden hat und Inspector Jane Rizzoli, die, angetrieben vom sehnlichen Wunsch, endlich auch als Frau bei der Polizei akzeptiert zu werden, lieber zuerst schießt und danach dann erst Fragen stellt – so sieht das Team aus, das den „Chirurgen“ schnappen soll. Während Moore eher auf Feingefühl und gründliche Ermittlungsarbeit setzt, gleichen Rizzolis Methoden bisweilen eher einem Elefanten im Porzellanladen.

Dass das zu Missverständnissen, mangelnder Kommunikation und sogar einem Todesopfer führt – höchstpersönlich erschossen von Rizzoli –, ist da nur vorprogrammiert. Die beiden sind sich einfach nicht so ganz grün, während der „Chirurg“ weiterhin Frauen bei lebendigem Leib aufschneidet, ehe er ihnen als Gnadenstoß die Kehle durchschneidet. Entsprechend lang dauert es daher auch, bis endlich klar wird, dass der „Chirurg“ der Überlebende eines einstigen Teams ist, das bereits vor Jahren ähnliche Verbrechen verübte.

Ich bleibe ja dabei: Tess Gerritsen kann ich mir jederzeit anhören, aber lesen könnte ich ihre Bücher nicht. Selbst in den Hörbüchern erscheinen mir die Protagonisten bisweilen einfach viel zu begriffsstutzig und zu sehr mit sich selbst und ihren eigenen – ironischerweise immer reichlich vorhandenen – Komplexen beschäftigt, als dass sie vor einem selbst auf die Lösung des Falles kommen.

Jane Rizzoli nervt bisweilen wirklich unheimlich, weil sie gar nicht sieht, dass Moore sie sehr wohl als Kollegin akzeptiert. Ihre ständigen Versuche, auf keinen Fall als Frau aus der Reihe zu tanzen, ihr ewiges Achten darauf, sich ja nicht zurecht zu machen, wird auf Dauer wirklich nur langweilig, nervig und wirkt noch dazu so übertrieben, dass man sie am liebsten zum Psychologen schicken will.

Dennoch ist die Geschichte ganz in Ordnung. Für meinen Geschmack wieder ein bisschen zu viel Leichenschändung, und selbst die Verweise zur Nekrophilie waren mir fast zu viel. Dennoch eine ganz nette Unterhaltung für zwischendurch, wenn man, wie ich, eine Schwäche für Krimis/Thriller hat.

Kaufen? Vielleicht.
Leihen? Ja.


[Hörbuchregal] Aufbau/#1 Juli 2011

Freitag, 1. Juli 2011

Schon hätten wir Juli. Und damit wäre also der zweite Teil des Jahres angebrochen. Was die oben abgebildeten Hörbücher angeht, so hätten wir da folgende Lesungen:
  1. Wächter der Tiefe von Lincoln Child - erstmals Mr. Child im Alleingang. Bin ja mal neugierig.
  2. Der Todesflüsterer von Donato Carrisi - nachdem ich es nicht so recht geschafft habe, das Buch zu lesen, setze ich nun einfach mal meine Höffnungen auf das Hörbuch.
  3. Night Train von Martin Amis - sagen wir einfach, nachdem Gierig schon eine halbe Ewigkeit auf meinem Wunschzettel steht, dachte ich einfach, ich könnte mich eben erst mal an den Autor herantasten.
  4. Falling Man von Don DeLillo - nach Cosmopolis mein zweiter DeLillo, und ich freu mich drauf ... irgendwie.
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