[REVIEW] Rick Riordan - Percy Jackson: Der Fluch des Titanen

Mittwoch, 29. Juni 2011


Erscheinungsjahr: 2010
Originaltitel:
Verlag: Carlsen
Preis: 16,90€
Seiten: 368
Notes Teil 3 der Percy Jackson-Reihe
Der Fluch des Titanen bei Amazon

Die Götter des Olymp befürchten das Schlimmste, denn die Titanen rüsten zum Krieg! Percy und seine Freunde müssen bis zur Wintersonnenwende die Göttin Artemis befreien, die in die Klauen der finsteren Mächte geraten ist. Dabei müssen sie gegen die gefährlichsten Monster der griechischen Mythologie antreten - und geraten selbst in tödliche Gefahr. Aber mit Percy haben die Titanen nicht gerechnet. Dabei weiß doch inzwischen jeder, dass er mit allen Wassern gewaschen ist - schließlich ist er der Sohn des Poseidon!


Percys drittes Abenteuer beginnt mit einer Rettungsaktion. Niemand geringeres als die Göttin Artemis höchst selbst ist auf die Hilfe von Percy und seinen Freunden angewiesen. Gemeinsam mit einer Jägerin der Artemis, und den beiden Kindern des Hades macht sich Percy samt Anhang auf, die kindliche Göttin zu retten.

Denn niemand geringeres als der Titan Atlas hält sie gefangen, während er selbst sein Bestes gibt, um auch die anderen Titanen – allen voran Kronos – aus der Unterwelt zu befreien und sie zu ihrer alten Herrschaft zurückzuführen. Auf ihrem Weg zu Artemis begegnen Percy und seine Truppe nicht nur vollgepanzerten übergroßen Löwen, Skelettmännern und ähnlichem, sondern auch dem einen oder anderen Gott. Fragt sich nur, ob Percy und seine Freunde es auch dieses Mal schaffen, ihren Auftrag zu erfüllen und Artemis zu befreien …

Auch in Band 3 überzeugt Percy wieder auf voller Linie. Mit gewohntem Witz und wie immer mangelnder Ernsthaftigkeit sorgt er auch dieses Mal für angenehme Unterhaltung mit Suchtgarantie. Dass er und Annabeth einander erstmals so richtig wahrnehmen, könnte man wohl als zusätzlichen Bonus betrachten. So ein Buch macht Spaß.

[Hörbuchregal] Aufbau/#2 Juni 2011

Montag, 27. Juni 2011

Und da bin ich auch schon wieder mit weiterem Nachschub für die Ohren. Diesmal mit:
  1. Schattenblume von Karin Slaughter - Teil 4 der Reihe um Sarah Linton und Jeffrey Tolliver.
  2. Der Rache süßer Klang von Karen Rose - wieder mal eine Autorenpremiere, auf die ich mich hier freuen darf.
  3. Diabolus von Dan Brown - Neuland, that's it.

[REVIEW] Mo Hayder - Der Vogelmann

Dienstag, 21. Juni 2011


Erscheinungsjahr: 2002
Originaltitel: Birdman
Verlag: Goldmann Verlag
Preis: 9,95€
Seiten: 413
Der Vogelmann bei Amazon

Auf einem Brachgelände in der Nähe der Themse wurden die Leichen von fünf Frauen gefunden. Die Obduktion ergibt, dass Jack Caffery und seine Kollegen es mit einem Serienkiller zu tun haben, den sie den "Vogelmann" nennen und dessen Opfer Prostituierte sind. Cafferys Suche nach dem mysteriösen "Vogelmann" führt ihn schließlich ins Dog and Bell, einen Pub, in dem die Opfer ihre Freier suchten. Hier lernt Caffery auch die Malerin Becky kennen, die Bilder von den Mädchen im Dog and Bell malt. Caffery ist schon bald von Becky fasziniert, und sie ist es auch, die ihn auf die Fährte des Mörders bringt. Doch dann fehlt von Becky plötzlich jede Spur ...

Als Inspector Jack Caffery mitten in der Nacht angerufen und zu einem brachliegenden Industriegrundstück gerufen wird, ahnt noch niemand, dass es nicht bloß ein Zufall ist, dass man dort eine Leiche gefunden hat. Zumindest nicht, bis man weitere Leichen entdeckt. Leichen, bei deren Obduktion etwas schier Ungeheuerliches ans Licht kommt: jeder der Frauen wurde ein kleiner Vogel dorthin implantiert, wo für gewöhnlich das Herz schlägt.

Während Caffery noch nicht weiß, wie er die Morde aufklären soll, weil der Täter, wie es scheint, keine persönlichen Spuren hinterlassen hat, hat der Vogelmann selbst seinen Auftritt. Er erzählt seine Geschichte – wie ihn seine Mutter demütigte und er schließlich entdeckte, worin seine wahre Natur liegt. Wie er zu studieren anfing und letzten Endes nicht länger widerstehen konnte – den Leichen widerstehen konnte. Dass zeitgleich eine weitere Figur die Bühne betritt, verwirrt und fasziniert gleichermaßen.

Im Verlauf der Ermittlungen gerät Caffery schließlich an die Information, dass jede der ermordeten Prostituierten vor ihrem Verschwinden einen Auftritt im Dog and Bell, einem Pub hatte. Dass sich dort auch gleich ein potenzieller Verdächtiger findet, erscheint nicht ganz überraschend – ist Cafferys neuer Kollege doch ein offener Rassist, der sich natürlich sofort auf den einzigen Anwesenden dunkler Hautfarbe stürzt.

Nach und nach werden die Opfer identifiziert und Caffery trifft auf die junge Malerin Rebecca, die früher selbst Prostituierte war, heute aber nur noch die Mädchen bei ihrem Auftritt im Dog und Bell malt – und die außerdem auch noch eine der Toten kannte. Von Anfang an knistert es zwischen den beiden. Als dann eine weitere Leiche gefunden wird, eine Frau entführt und nach dem Schema des Vogelmannes schwer verletzt wird, ist plötzlich auch noch Becky verschwunden.

Die Ereignisse überschlagen sich, da nichts mehr einen Sinn ergibt – steht doch fest, dass der Mann, der die Prostituierten ermordet hat, nicht mehr lebt. Und dennoch sieht es stark danach aus, dass er trotz allem Becky und ihre Mitbewohnerin in seiner Gewalt hat. Caffery gibt alles, um den Fall zu lösen und steht am Ende vor einer Entscheidung, die sein Leben verändern wird – so oder so.

Nachdem ich ja das unglaubliche Talent besessen habe, zuerst Zeil 4 und danach Teil 3 der Reihe rund um Jack Caffery zu lesen, war ich nun also der Meinung, auch mal den Anfang des Ganzen lesen zu müssen. Dass dieser Anfang so … nun ja, Übelkeit erregend werden würde, hätte ich mir ja denken können – aber so? Nicht wirklich.

Mir ist immer nicht ganz klar, wie Hayder das macht – ihre Leser so vollkommen gefangen zu nehmen mit ihren Büchern. Man zweifelt keinen Moment an dem Mann, der Frauen ermordet, um sich an ihren Leichen zu vergehen. Man stellt nicht infrage, dass er das wirklich tut. Man glaubt Mo Hayder … und einem wird schlecht.

Da ich aber allerdings ein ganzes Weilchen gebraucht habe, um das Buch zu lesen – sowohl aufgrund des Ekelfaktors, als auch deshalb, weil es Passagen gab, die sich buchstäblich wie Kaugummi zogen, sieht meine Endbewertung dann also wie folgt aus …


[SUB] Aufbau #6 2011

Dienstag, 14. Juni 2011


Weil wir doch alle manchmal der Meinung sind, uns ein wenig geistig fortbilden zu müssen, hab ich heute das gekauft:

Titel: Das Bildnis des Dorian Gray
Autor: Oscar Wilde
Erscheinungsjahr: 1992
Verlag: Reclam
Preis: 7,00€
Seiten: 349

Warum habe ich dieses Buch gekauft? 
Weil eines der ersten Bücher Das Gespenst von Canterville von Oscar Wilde war und ich den Autor total gerne mag - weil er war, wie er war und daraus keinen Hehl gemacht hat.

Wo habe ich dieses Buch gekauft? 
Thalia. Ja, allmählich wird es langweilig. ;)

[BOOK NEWS] Alex Flinn - Kissed

Samstag, 11. Juni 2011

Da tue ich mich mal wieder ein wenig auf Amazon um und finde prompt das hier: Kissed, das neue Buch von Alex Flinn, der Autorin von Beastly. Also ich freue mich gerade ja ziemlich. Immerhin schreibt Flinn wirklich prima und ich kann es kaum erwarten, auch dieses Buch zu lesen. Und von daher ist es geradezu Ehrensache, mir das folgende Datum, den Veröffentlichungstag des Buches, gut zu merken:

22. Juli 2011

[Hörbuchregal] Aufbau/#1 Juni 2011

Montag, 6. Juni 2011

Es ist Juni. Und es ist mal wieder Hörbuchregalzeit. Oder viel mehr Zeit, endlich ein bisschen über meinen neuen Nachschub zu berichten. Um genau zu sein, reden wir hier von gleich vier neuen Hörbüchern, die da wären:
  1. Angelus von Danielle Trussoni - klang irgendwie seltsam, hat mich aber nicht davon abgehalten, es zu ergattern. ;)
  2. Warte, bis du schläfst von Mary Higgins Clark - die Lady unter den Krimiautorinnen, das dürfte wohl klar sein. Und noch dazu wieder eine Autorenpremiere für mich.
  3. Entrissen von Tania Carver - Autorenpremiere mit kompletter Ahnungslosigkeit, was den Inhalt des Hörbuchs angeht, nett.
  4. Ausgelöscht von Cody Mcfadyen - Teil 4 der Reihe rund um Smoky Barrett. Und auch, wenn das das Buch nicht gerade ein Brüller war, musste die Lesung einfach sein - rein der Vollständigkeit meiner Sammlung zuliebe.

[Reingehört] Mo Hayder - Die Sekte

Donnerstag, 2. Juni 2011

Erscheinungsjahr: 2007
Originaltitel: Pig Island
Verlag: Random House
Preis: 14,90€
Sprecher/in: David Nathan
Die Sekte bei Amazon

Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass auf Cuagach Eilean, auch „Pig Island“ genannt, der Teufel umgeht. Genaues weiß allerdings niemand, denn seit Jahren durfte kein Fremder die kleine Insel vor der schottischen Küste betreten. Bis der Journalist Joe Oakes die Einladung erhält, die dort lebenden Mitglieder einer geheimnisumwitterten Sekte zu besuchen. Oakes, dessen Spezialität die Entzauberung scheinbar paranormaler Phänomene ist, nimmt die Einladung gerne an. Er ahnt nicht, dass er damit einen Sturm aus Gewalt und Mord entfesselt, der sich jeglicher Kontrolle entzieht.

Joe Oakes ist beinahe ein wenig enttäuscht, als auf Pig Island nichts anderes zu finden zu sein scheint als ein seltsamer alter Mann, der sich auf dem Berg der Insel verschanzt, Schweinekadaver um sich schart und die Inselbewohner durch seine schiere Präsenz in Angst und Schrecken versetzt. Ja, Joe hält eben diese Bewohner sogar für einfältig und beschränkt.

Aber das tut er nur so lange, bis er mitten in ein Blutbad gerät. Ein Blutbad, das den Tod für jeden Inselbewohner bringt und das jenes Monster angerichtet hat, von dem ihm die Inselbewohner erzählt hatten. Das Monster, zu dem der Mann auf dem Berg geworden sein soll. Ein übermäßig großes Wesen mit Schwanz.

Als Joe das mörderische Wesen jedoch verfolgt, trifft er am Ende nur auf OO, die Tochter des mysteriösen Bergbewohners. Die Tochter, die noch im Mutterleib mit ihrem Zwilling verwuchs und daher ein drittes Bein zu haben scheint, was man auch für einen Schwanz halten könnte. Die Tochter, die jahrelang von ihrem Vater vergewaltigt und misshandelt wurde.

Kurz entschlossen nimmt Joe sie mit sich aufs Festland, gibt den Behörden über das Massaker Bescheid und ahnt dabei gar nicht, was er mit alldem ins Rollen bringt. Denn schon bald überredet man ihn, über das Geschehene ein Buch zu schreiben. Er tut es und verliebt sich immer mehr in OO. Doch als die Leiche ihres Vaters gefunden wird, wird klar, dass nichts so ist, wie es scheint.

Die Sekte ist blutig, manipulierend und faszinierend zugleich. Und wenn man nicht sehr gut aufpasst, wird man ebenso leicht getäuscht wie Joe Oakes. Ein kleines Meisterwerk der Täuschung. Voll verdiente:


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