[REVIEW] Stephan Orth & Antje Blinda - Sorry, wir haben die Landebahn verfehlt

Montag, 28. Februar 2011

Erscheinungsjahr: 2010
Verlag: Ullstein Taschenbuch
Preis: 7,95€
Seiten: 188
Sorry, wir haben die Landebahn verfehlt bei Amazon

„Sie brauchen nicht nervös zu sein, der Kapitän ist es auch nicht - und der macht den Anflug zum ersten Mal!“ Piloten ohne Orientierung, Kühe auf der Landebahn: So manche Durchsage an Bord von Flugzeugen treibt selbst erfahrenen Passagieren die Schweißperlen auf die Stirn. Tausende von Lesern haben ihre Erlebnisse aus dem Cockpit an Spiegel Online geschickt. Die besten und lustigsten Sprüche sind in diesem Buch gesammelt. Also schnallen Sie sich an, klappen Sie die Tische hoch, und stellen Sie die Sitzlehnen aufrecht.

Ob nun Landebahnen, die sich Augenblicke nach dem Take-Off als gut genutzte Straßen entpuppen, Englischkenntnisse von Piloten, die einem den Angstschweiß auf die Stirn treiben oder wahlweise auch die Mitteilung, dass man gerade irgendwo gelandet sein soll, wo man ganz gewiss nicht hinwollte – all das macht dieses Buch einzigartig.

Für mich als jemanden, der bisher noch nicht besonders oft geflogen ist, war es mehr als nur ein wenig amüsant, herauszufinden, an welch haarsträubende Dinge Vielflieger längst gewohnt sind. Ein Buch, das zu lesen wirklich sehr viel Spaß macht. Allerdings wohl vor allem auch deshalb, weil man doch froh sein kann, wenn einem noch nie mitgeteilt worden ist, dass man leider nicht neben dem Notausgang sitzen darf, weil dieser ein Loch hat, das erst noch zugeklebt werden muss – und zwar mit einfachem Klebeband.


[REVIEW] Karin Slaughter - Zerstört

Sonntag, 27. Februar 2011

Erscheinungsjahr: 2009
Originaltitel: Beyond Reach / Skin Privilege
Verlag: Blanvalet
Preis: 19,95€
Seiten: 511
Zerstört bei Amazon

Was nur hat Lena Adams veranlasst, nach Reese, in ihre Heimatstadt, zurückzukehren, an der sie beinahe zerbrochen wäre? Sara Linton ist wütend. Ihr Mann, Chief Tolliver, lässt alles stehen und liegen, um Lena, seiner besten, aber gefährlich labilen Mitarbeiterin, die als Hauptverdächtige eines bizarren Mordes in Reese verhört wird, aus der Patsche zu helfen. Wieder einmal. Dabei hätte Sara selbst jede Unterstützung gerade bitter nötig. Doch sie begleitet den Chief in eine Stadt, in der Gewalt, Drogen und Lügen so alltäglich sind, dass es selbst die beiden erfahrenen Ermittler schockiert.

Dass Lena Adams hin und wieder ganz gerne in Schwierigkeiten gerät, dürfte Chief Jeffrey Tolliver, ihrem Chef wohl klar sein. Doch dass sie nun auch noch jemanden ermordet haben soll – das kann er einfach nicht glauben. Und das, obwohl zunächst alles darauf hindeutet, dass Lena eindeutig zu weit gegangen ist.

Als er mit Sara Linton, seiner Wieder-Frau nach Reese fährt, den Ort, an dem Lena ihre Kindheit mehr schlecht als recht verbracht hat und an dem sie eine Frau bei lebendigem Leibe verbrannt haben soll, ahnt keiner von beiden, auf was sie sich da eingelassen haben.

Nicht nur, dass Lena – wie immer – alles andere als kooperativ scheint. Nein, auch so manch andere Gestalt, der Sara und Jeffrey im Laufe ihres Aufenthalts in der Stadt begegnen, verhält sich mehr als verdächtig. Allen voran mehr oder weniger Hank, Lenas Onkel, Ex-Alkoholiker und Ex-Junkie, der seine jahrelang eingehaltenen Prinzipien kurzerhand über Bord wirft und wieder zu Drogen greift.

Alles in allem muss ich zugeben, dass ich mich über das Ende des Buches am meisten gefreut habe – was in Anbetracht dessen, wie die ganze sechsteilige Geschichte um Sara und Jeffrey endet, wirklich daneben sein sollte. Aber ganz ehrlich? Auf Dauer ist es wirklich sehr nervig, Saras ständige Eifersuchtsanfälle, ihre Sturheit und überbordende Selbstständigkeit, ihr ewiges Gejammer ertragen zu müssen. Von daher bin ich schon froh, dass Zerstört das letzte Buch der Reihe war.

Zum Buch an sich fällt mir nicht allzu viel ein, weil all die Dinge, die ihre Erwähnung bzw. Verwendung finden, nach fünf Büchern allmählich allgemein bekannt sind. Lena Adams will immer mit dem Kopf durch die Wand, ignoriert alle Regeln, so lange sie nur irgendjemanden zeigen kann, wie hart sie drauf ist. Jeffrey weist Lena hin und wieder zwar zurecht, sieht aber überhaupt nicht, dass Lenas Verhalten mehr Schaden als Nutzen bringt – und das auch im sechsten Buch.

Und Sara? Die jammert. Was auch sonst? Wirklich, sie nervt. Mir ist klar, dass es ziemlich hart sein muss, keine Kinder haben zu können. Aber dass sie lieber darüber klagt, statt sich darum zu kümmern, wenigstens ein Kind zu adoptieren, macht es nicht besser. Ihre ständige Eifersicht auf Lena, der ihr Jeffrey immer hinterher läuft wie ein Schoßhündchen ist zwar in gewissem Maße verständlich, aber das rechtfertigt ihr übriges übermäßig feministisches Verhalten längst nicht. Frau sein – ja. Das als Rechtfertigung für alles missbrauchen – nein.

Aus all den genannten Gründen fällt meine endgültige Bewertung auch erwartungsgemäß … direkt aus. ;)


[Hörbuchregal] Aufbau/#3 Februar 2011

Freitag, 18. Februar 2011

Und dann wären wir also auch schon beim dritten Nachschlag in Sachen Hörbuchregal des Monats Februar. Dieses Mal präsentiere ich:
  1. Das verlorene Symbol von Dan Brown - jeder Sakrileg gesehen, da bin ich sicher. Allerdings hab ich bisher kein Buch von Brown gelesen. Somit ist diese Lesung dann also mein Debüt.
  2. Vollidiot von Tommy Jaud - viel gerühmt und verfilmt, ich denke, das ist momentan alles, was ich darüber weiß.
  3. Der Patient von John Katzenbach - ebenfalls Neuland für mich, und noch dazu eines, auf das ich seeeehr gespannt bin.
  4. Die Totengräberin von Sabine Thiesler - hiermit breche ich ganz offiziell erstmals meine Regel, von deutschen Autoren lieber die Finger zu lassen, ganz besonders bei Krimis und Thrillern - und das auch aus gutem Grund, wie ich ja finde. Hoffendlich bereue ich das nicht ... ;)
Und das wären sie also, meine vier Neuzugänge ...

[Hörbuchregal] Aufbau/#2 Februar 2011

Samstag, 12. Februar 2011

Und schon geht es weiter mit den Neuzugängen in meinem Hörbuchregal. Als zweites Update in diesem Monat präsentiere ich folgende Lesungen:
  1. Das Leuchten der Stille von Nicholas Sparks - um es kurz zu machen: neuer Autor, neues Genre, neu, neu, neu!
  2. Wintermond von Tanja Heitmann - nachdem nun schon seit einiger Zeit ein regelrechter Vampir-Hype losgebrochen ist, sind nun auch deutsche Autoren auf diesen Zug aufgesprungen - wie Tanja Heitmann. Ich bin gespannt, ob mir ihre Version dieses Kults gefällt.
Na, dann wollen wir hoffendlich bald doch mal sehen, was sich so alles über diese beiden Hörbücher sagen lässt ...

[REVIEW] Josh Bazell - Schneller als der Tod

Donnerstag, 10. Februar 2011

Erscheinungsjahr: 2010
Originaltitel: Beat the Reaper
Verlag: S. Fischer
Preis: 18,95€
Seiten: 301
Schneller als der Tod bei Amazon

Pietro ist clever und smart und war Killer für die New Yorker Mafia. Er stieg aus und glaubt sich sicher - er ist erstens im Zeugenschutzprogramm und zweitens Arzt in einem Krankenhaus. Bis einer der alten Feinde eingeliefert wird. Diagnose: Krebs im Endstadium. Wenn er stirbt, ist Pietro geliefert. Die nächsten acht Stunden im Tollhaus der Klinik werden zum atemlosen Wettkampf um sein Leben ...

Der Tag beginnt alles andere als rosig für Dr. Peter Brown, der eigentlich Pietro Brwna heißt und dank des Zeugenschutzprogramms statt als Mafiakiller nun als Arzt im Manhattan Catholic, einem Krankenhaus in New York arbeitet, das er selbst so bildhaft als alles andere als gesundheitsförderlich beschreibt, dass es einen im Prinzip gar nicht wundert, dass die Leute dort auch Mafia-Aussteiger einstellen.

Nachdem Dr. Brown, also erst einmal einen „Dödel“, der ihn am frühen Morgen schon ausrauben wollte, dank „alter Gewohnheiten“ in die Bewusstlosigkeit geschickt hat, geht Peters Tag kein Bisschen besser weiter. Völlig zugedröhnt geht er seiner Arztroutine nach, die viel eher aus Schadensbegrenzung denn aus ernsthafter angewandter Medizin besteht.

Urplötzlich verstorbene Patienten, Oberarztvisiten, die er einäugig verschläft, überbordende Müdigkeit, unmenschliche Arbeitszeiten – und auch noch ein alter Bekannter, der Dr. Peter Brown und ganz bestimmt nicht den berühmt berüchtigten Killer Pietro „Bärentatze“ Brwna erwartet hat, geht es doch darum, sein Leben zu retten. Lange Rede, kurzer Sinn: Bringt Pietro den Mobster nicht heil durch seine OP – was reichlich unwahrscheinlich ist, weil besagter Patient Krebs im Endstadium hat –, lässt Pietros seine Tarnung auffliegen, was nichts anderes bedeutet, als dass Pietro sterben wird – schnell und ziemlich schmerzhaft, hat er doch den Sohn eines hohen Tiers der Mafia aus dem fünften Stock eines Hochhauses geworfen.

Ein Buch, das sich schwer bis hin zu gar nicht aus der Hand legen lässt. Pietro Brwna ist nämlich nicht nur unverschämt direkt, sarkastisch und tödlich, sondern auch offen reumütig, versucht die Morde, die er begangen hat mit seinem Dasein als Arzt wieder gutzumachen. Und überdies hat er Prinzipien und sogar einen guten Grund, warum er getan hat, was er getan hat, vorzuweisen.

Dass sich im Verlauf der Geschichte hin und wieder Momente einschleichen, in denen man kreidebleich wird und pausenlos daran denken muss, wo denn nun das nächste Klo zu finden ist, lässt sich leicht vergessen, sobald Pietros große Liebe Magdalena die Bühne betritt und aus dem knallharten Killer, der beim Töten keine Sekunde zögert – und das bereits im zarten Alter von fünfzehn/sechzehn –, einen so bedingungslos liebenden jungen Mann macht, dass man ihn einfach gernhaben muss – so seltsam das auch klingen mag.

Wer ein Fan von gewalttätigen Büchern oder welchen mit einer gehörigen Portion Ironie ist, wird dieses Buch ohne Zweifel lieben. Ganz ebenso wie Pietro Brwna, der in seiner ganzen Persönlichkeit so überzeugt, dass er es bei mir ohne Weiteres in die Liste der Charaktere geschafft hat, die ich zu gerne mal persönlich kennen lernen würde – zu schade nur, dass Pietro nur auf dem Papier existiert.

Aus all diesen Gründen schließe ich diese Rezension auch mit den folgenden Worten – Worten, die beweisen, dass Killer nicht gleich Killer sind. Und anschließend natürlich die vollauf verdiente Bewertung.

Wenn Gott wirklich zornig ist, schickt er keine Racheengel. Er schickt Magdalena. Dann nimmt er sie weg.


[SUB] Aufbau #2 2011

Montag, 7. Februar 2011


Ganze 6 Tage nach der Veröffentlichung habe ich es nun endlich - das neue Buch von Kevin Brooks! Hierzu sei gesagt, dass ich diesen Autor einfach vergöttere. Ernsthaft, ich liebe seine Bücher einfach. Und das ist auch begründet, wenn man bedenkt, dass ich inzwischen schon fast alle seine Bücher gelesen habe. Die genauen Daten zum Buch hab ich dann mal hier für euch:

Erscheinungsjahr: 2011
Verlag: dtv extra
Preis: 8,95€
Seiten: 270

Warum habe ich dieses Buch gekauft?
Weil ich - wie bereits erwähnt - ein absoluter Fan von Kevon Brooks bin. Außerdem spricht mich der Titel an, so dass es auch sehr gut möglich gewesen wäre, dass ich mir das Buch besorgt hätte, auch wenn ich den Autor nicht bereits gekannt hätte. Im Gegensatz zu vielen anderen Menschen glaube ich nämlich absolut nicht an Gott - und die Aufgabe, wie man ihn da killt ist dann natürlich doppelt interessant. ;)

Wo habe ich dieses Buch gekauft?
Bei Thalia - wo auch sonst? :))

[Hörbuchregal] Aufbau/#1 Februar 2011

Freitag, 4. Februar 2011


Tja, schon ist der zweite Monat dieses Jahres angebrochen. Und in diesem Februar verirre ich mich ein wenig in die Welt der Serienmörder, handelt es sich bei meinen heutigen drei Neuzugängen um folgende:
  1. Mefisto von Richard Montanari - Teil 3 der Reihe rund um Detective Kevin Byrne und Jessica Balzano, die hierbei einem diabolischen Mörder auf der Spur sind, der in seinen Taten altbekannte Filmszenen nachspielt, diese aufnimmt und in dem Film, der als Vorlage diente, einsetzt ... und diese in Videotheken unterbringt.
  2. Lunatic von Richard Montanari - Teil 4 oben genannter Reihe; in diesem Fall sind Byrne und Balzano einem Märchenmörder auf der Spur, der die Erzählungen von Hans Christian Andersen als Vorlage nimmt.
  3. Victim von Chris Moony - Ein grausames Katz-und-Maus-Spiel mit einem Mörder, der gerne mit seiner Beute spielt, ehe er sie tötet.
Richard Montanari ist mir dank meines Stiefpaps' bisher schon ein Begriff - immerhin bin ich durch ihn überhaupt erst an die Hörbücher geraten, hat er Lunatic und annähernd alle anderen Bücher des Autors doch regelrecht verschlungen. Was Chris Moony angeht, bin ich ebenso ahnungslos wie ihr, von daher heißt das wohl, dass ich mich überraschenen lassen muss. ;)

[Abgebrochen] Tanja Heitmann - Morgenrot

Dienstag, 1. Februar 2011

Erscheinungsjahr: 2008
Verlag: Heyne
Preis: 17,95€
Seiten: 470
Morgenrot bei Amazon

Als die junge Studentin Lea in der Villa ihres Professors auf Adam trifft, ist sie vom ersten Augenblick an gebannt. Adam ist unwirklich schön, schweigsam - und er hat ein tödliches Geheimnis: Er ist von einem Dämon besessen, der ihn dazu zwingt, Lea auf die dunkle Seite zu ziehen. Doch mit aller Macht kämpft er dagegen an. Denn er liebt Lea. Eine Liebe, in der ein einziger Kuss alles verändern kann ...
 
Also DAFÜR habe ich gerade wirklich keine Worte. Über ein Jahr lang habe ich bei jedem Bibliotheksbesuch nach diesem Buch hier Ausschau gehalten, und als es dann endlich mal da war, hab ich mich aufrichtig gefreut. Dass es sich jedoch als ein zu Blatt gebrachter Haufen ... Sondermüll entpuppen würde, war ... nicht so schön. Immerhin hat eine Freundin mir von diesem Buch richtig vorgeschwärmt, weshalb ich es dann ja auch lesen wollte.
Was Tanja Heitmann - ernsthaft, ich schäme mich ja fast, denselben Vornamen wie diese ... Tante zu haben - da allerdings abgeliefert hat, war einfach ... ohne Worte. Knapp 70 Seiten und mir war viel zu übel, um das Buch weiter zu beachten. Wirklich, dramatische Lovestories hin oder her - Adam und Leah sind die unsympathischsten Charaktere, die mir je untergekommen sind. Und das Buch strotzt so sehr vor Kitschigkeit und einer leider gerade sehr verbreiteten "Nur weil Vampire gerade total "in" sind, schreibe ich jetzt auch ein Buch über Blutsauger, egal wie scheiße es ist - das Geld zählt schließlich!"-Einstellung, dass mir schon wieder ganz anders wird.

Denn nicht nur, dass Heitmann scheinbar ganz vergessen hat, vielleicht mal irgendwo zu erwähnen, wo zum Geier Leah nun eigentlich gerade lebt, was dem Buch ja vielleucht ETWAS Substanz gegeben hätte, ist ihre Schreibweise auch einfach nur zum Davonlaufen. Ganz im Ernst, wenn sich jemand einen anderen Job suchen sollte, dann ohne jeden Zweifel diese Dame!


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